Hochschulbildung neu denken: Der CHARM-EU-Hackathon in Würzburg fördert Innovation und Zusammenarbeit

Hochschulbildung neu denken: Der CHARM-EU-Hackathon in Würzburg fördert Innovation und Zusammenarbeit

Vom 30. Juni bis zum 4. Juli empfing die Universität Würzburg (JMU) Lehrende und Forschende aus dem gesamten CHARM-EU-Hochschulverbund zu einem lebhaften Hackathon, der der Gestaltung der Zukunft der Hochschulbildung gewidmet war. Ein zentraler Höhepunkt des Hackathons war der Austausch im Rahmen des Workshops über bewährte Verfahren in der hybriden Lehre.

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Die Veranstaltung wurde vom Arbeitspaket „Professionelle interinstitutionelle Entwicklung und Bildungsforschung“ unter der Leitung von Dr. habil. Nataliia Lazebna (JMU) und unter Mitleitung von Annet van der Riet (Universität Utrecht) organisiert und bot ein hybrides Format, das sowohl eine persönliche als auch eine Fernteilnahme ermöglichte. Die lokale Programmkoordinatorin Prof. Dr. Nadja Simons und der CHARM-EU-Projektleiter Martin Kufferath-Sieberin (beide JMU) begrüßten die Teilnehmer des Hackathons und betonten die Mission der Allianz, die Hochschulbildung durch transdisziplinäre Zusammenarbeit und pädagogische Experimente zu transformieren. Dieses dynamische Treffen diente als Plattform für den Austausch hybrider Lehrstrategien, die Erkundung neuer Technologien und die gemeinsame Entwicklung von Bildungslösungen, die auf Nachhaltigkeit, Inklusion und herausforderungsorientiertem Lernen basieren.

Erfolgsbeispiele teilen

Ein zentrales Highlight des Hackathons war der Austausch im Rahmen des Workshops über bewährte Verfahren im hybriden Unterricht. Der von den Pädagogen Katrin Niewalda (Universität Würzburg), Alex Arenas Canon (Universität Montpellier) und Nikolas de Keyser (Hochschule Ruhr West) organisierte Workshop bot Lehrkräften und Pädagogen aus dem gesamten Verbund eine hervorragende Gelegenheit, ihre effektivsten Methoden vorzustellen. Im Anschluss daran fanden lebhafte Diskussionen statt, die zum Nachdenken und zum gegenseitigen Lernen anregten. Zu den herausragenden Beiträgen gehörten:

  • Interaktive Lernumgebungen: Ádám Tóth (Universität Utrecht) zeigte, wie Tools wie Wooclap das Engagement und die Inklusion in hybriden Unterrichtsräumen fördern können.
  • Schüler durch Emotionen stärken: Valérie Borrell Estupina (Universität Montpellier) untersuchte, wie emotionale Achtsamkeit die Gruppendynamik und die Lernergebnisse beeinflussen kann.
  • Betreuung von Abschlussprojekten: Andrea Velich (ELTE) berichtete von ihren Erfahrungen bei der Betreuung interdisziplinärer Studententeams, die sich mit realen Herausforderungen auseinandersetzen.
  • Flexible Nachholtermine: Anissa Triyanti (Universität Utrecht) betonte, wie wichtig anpassungsfähige Unterstützungsstrukturen für langfristige studentische Projekte sind.
  • Unterrichtsbeobachtung: Alex Arenas Canon (Universität Montpellier) ging auf den Nutzen der Beobachtung hybrider Unterrichtsformen in der Praxis ein, um pädagogische Strategien zu verfeinern.
  • Denkroutinen zur Reflexion: Nataliia Lazebna (Universität Würzburg) stellte die „3-2-1-Bridge“-Methode vor, die Studierenden dabei helfen soll, ihren Lernprozess zu verfolgen und zu reflektieren.

Gemeinsames Schaffen in der Praxis

Neben den Präsentationen bot der Hackathon eine Reiheinteraktiver Veranstaltungen undgemeinschaftlicher Workshops, die die Kernwerte von CHARM-EU verkörperten:

  • Dievon Annet van der Riet (Universität Utrecht) moderierten Treffen des „Knowledge-Creation Team“ (KCT)ermöglichten es den Teilnehmern, gemeinsam pädagogische Innovationen zu entwickeln.
  • Der Workshop zum themenbasierten Lernenvon Ádám Tóth (Universität Utrecht) beleuchtete interdisziplinäre, lösungsorientierte Ansätze für Probleme aus der Praxis.
  • Es wurden hybride Unterrichtsmethodenvorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf Interaktion, Inklusion und didaktischer Gestaltung lag.
  • Einblicke in das virtuelle Programmgab Prof. Dr. Markus Riederer (Universität Würzburg) im Rahmen seines Vortrags über den bevorstehenden digitalen Kurs „Interdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaften“.
  • Prof. Dr. GoranGlavaš und sein Teammitglied Antoni Mackowiak (Universität Würzburg) diskutierten über neue Technologienim Kontext von Nachhaltigkeit und digitaler Transformation im Hochschulwesen. Vanessa Vigano (Universität Montpellier) bereicherte die Sitzung mit ihren Erkenntnissen zur Rolle der KI im CHARM-EU-Masterstudiengang.

Die Dynamik fortsetzen

Was den Hackathon zu etwas ganz Besonderem machte, war der Geist der Offenheit und des Austauschs. Die Teilnehmer tauschten sich nicht nur darüber aus, was gut funktioniert hat, sondern diskutierten auch lebhaft über die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren – von technischen Hürden über die Einbindung der Schüler bis hin zur Balance zwischen synchronem und asynchronem Lernen.

Nach dieser Woche voller Diskussionen und Eindrücke nahmen die Teilnehmer nicht nur neue Werkzeuge und Ideen mit, sondern auch Inspiration für ihre Unterrichtspraxis. Die Veranstaltung befähigte die Gemeinschaft, Bildungsinnovationen voranzutreiben, und erinnerte alle daran, dass wir die Zukunft des Lernens gemeinsam durch Dialog, Experimente und den Austausch von Erfahrungen gestalten.

Neben den spannenden wissenschaftlichen Veranstaltungen kamen die Teilnehmer des CHARM-EU-Hackathons in Würzburg in den Genuss einer Vielzahl von gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Eine geführte Stadtrundfahrt bot einen Einblick in die reiche Geschichte und die barocke Architektur Würzburgs, während Treffen im Freien einen entspannten Rahmen für informelles Networking und den Austausch boten. Die Teilnehmer genossen den Internationalen Abend, eine lebhafte Feier der kulturellen Vielfalt mit Musik, Tanz und Speisen aus aller Welt, die vom International Office der Universität Würzburg veranstaltet wurde.

Da CHARM-EU den Wandel im Bildungswesen vorantreibt, werden die in Würzburg gewonnenen Erkenntnisse und Innovationen dazu beitragen, die Lehrpraxis mitzugestalten und eine intensivere akademische Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen in ganz Europa zu fördern.