Einführung in die Terminologielehre (Einführung in die Terminologie)

Einführung in die Terminologielehre (Einführung in die Terminologie)

Ausstellende Einrichtung

Fakultät für Geisteswissenschaften
Fachbereich Übersetzen und Dolmetschen

Dozent(en):

Olívia Seidl-Péch

Startdatum

15. September 2025

Enddatum

19. Dezember 2025

Studienfach

CHARM-Prioritätsfeld

Studienniveau

Studienaufwand, ECTS

2

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Kurses lernen die Studierenden die Grundbegriffe der Terminologie sowie die Prinzipien der Begriffsbildung und des Begriffsabgleichs kennen. Sie setzen sich mit der Bedeutung einer einheitlichen Begriffsverwendung sowohl in der einsprachigen als auch in der mehrsprachigen Kommunikation auseinander. Darüber hinaus werden die Studierenden in die grundlegenden Konzepte, Anwendungsbereiche und Werkzeuge des Terminologiemanagements eingeführt. Die Studierenden lernen zudem die manuelle und automatische Begriffsextraktion, die Prinzipien der Erstellung von Terminologiedatenbanken sowie nützliche Computeranwendungen für das Terminologiemanagement kennen. Der Kurs ist für alle Fachrichtungen von Nutzen.

Ausführliche Beschreibung

Das Verschwinden der zeitlichen und räumlichen Grenzen der fachsprachlichen Kommunikation sowie das Entstehen von Dokumenten in verschiedenen Sprachen, die unabhängig voneinander verfasst werden, erfordern von Fachleuten besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Verwendung der für Fachtexte charakteristischen Begriffe. Die für das jeweilige Fachgebiet spezifische Terminologie sowie umgangssprachliche Wörter, die im jeweiligen Text terminologisiert werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des entsprechenden Informationsgehalts und der Gewährleistung der Textkohärenz. Die Sicherstellung terminologischer Konsistenz trägt zu einer klaren ein- und mehrsprachigen Kommunikation innerhalb der Fachdisziplin bei. Die Gewährleistung terminologischer Konsistenz innerhalb eines Textes sowie zwischen Dokumenten zum selben Thema, die in derselben oder in verschiedenen Sprachen verfasst sind, unterstützt eine effektive Kommunikation und eine gezielte Informationssuche. Daher ist es unerlässlich, dass die Fachvertreter*innen mit der Terminologie ihres jeweiligen Fachgebiets, deren Besonderheiten und den Regeln für deren Verwendung vertraut sind. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, dieses Wissen zu vermitteln.

Inhalt des Kurses:

  1. Kontextualisierung und Relevanz
  2. Entwicklung, Notwendigkeit und normative Regelung der Terminologiewissenschaft
  3. Definition eines Begriffs und seiner Merkmale
  4. Wörterbuch vs. terminologische Datenbank
  5. Das Wesen der terminologischen Konsistenz und Methoden zu ihrer Gewährleistung
  6. Manuelle und automatische Termextraktion
  7. Einsprachige und mehrsprachige Terminologiearbeit (Suchoperatoren)
  8. Merkmale terminologischer Datenbanken
  9. Technisches Datenblatt
  10. Erstellung und Pflege von Terminologiedatenbanken
  11. Software zur Terminologieverwaltung
  12. Erstellung einer eigenen Terminologiedatenbank
  13. Zusammenfassung

Lernergebnisse

Fähigkeit

Nach Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage:

  • Grundlegende terminologische Konzepte und Regeln selbstständig bei der Analyse und Erstellung von Fachtexten anzuwenden.
  • Terminologiedatenbanken und Terminologieverwaltungssoftware für die ein- und mehrsprachige Terminologiearbeit zu nutzen.
  • Manuelle und automatische Termini-Extraktion durchzuführen und die extrahierten Termini fachgerecht zu ordnen.
  • Eine eigene Terminologiedatenbank zu erstellen und zu pflegen sowie diese in fachliche Kommunikationsaufgaben zu integrieren.

Einstellung

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • Sich um eine einheitliche Terminologie in der beruflichen Kommunikation bemühen und deren Bedeutung für die effektive Vermittlung von Informationen erkennen.
  • Offen sein für das Kennenlernen und Akzeptieren der spezifischen Fachbegriffe verschiedener Disziplinen.
  • Sich verpflichten, terminologische Normen und Standards einzuhalten.
  • Die Bedeutung von Terminologiedatenbanken und sprachlichen Ressourcen für eine präzise und zuverlässige Kommunikation anerkennen und respektieren.

Selbstständigkeit und Verantwortung

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • Die Terminologie selbstständig analysieren und die relevanten Begriffe in Fachtexten einordnen können.
  • Die Verantwortung für die terminologische Korrektheit und Konsistenz von Fachtexten übernehmen.
  • Selbstständig über die Anwendbarkeit und den Einsatz verschiedener terminologischer Hilfsmittel entscheiden.
  • Verantwortung für die Ergebnisse der eigenen Arbeit übernehmen und in der Lage sein, fachliches Feedback bei der Pflege und Aktualisierung der Terminologiedatenbank zu berücksichtigen.

Kompetenz

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • über fundierte Kenntnisse der Fachterminologie verfügen und in der Lage sein, diese in verschiedenen Kommunikationssituationen anzuwenden.
  • In der Lage sein, Terminologiedatenbanken zu nutzen und die terminologische Qualität von Texten zu überprüfen.
  • Die Methoden und Instrumente der Terminologiearbeit in ein- und mehrsprachigen Umgebungen anwenden können.
  • In der Lage sein, die terminologische Korrektheit und Effizienz der beruflichen Kommunikation zu gewährleisten und so zu einer authentischen Kommunikation und einer effektiven Informationsbeschaffung im beruflichen Umfeld beizutragen.

 

 

 

Einführung in die Terminologie

 

Das Verschwinden der zeitlichen und räumlichen Grenzen der fachspezifischen sprachlichen Kommunikation und das Aufkommen von Dokumenten in verschiedenen Sprachen, die unabhängig voneinander verfasst werden, erfordern von Fachleuten, dem Gebrauch von Begriffen, die Fachtexte kennzeichnen, besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Fachspezifische Terminologie und umgangssprachliche Wörter, die innerhalb eines bestimmten Textes zu Fachbegriffen werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des entsprechenden Informationsgehalts und der Gewährleistung der Kohärenz des Textes. Die Gewährleistung terminologischer Konsistenz trägt zu einer klaren ein- und mehrsprachigen Kommunikation innerhalb des Berufsstandes bei. Die Gewährleistung terminologischer Konsistenz innerhalb eines bestimmten Textes sowie zwischen Dokumenten, die in derselben oder in verschiedenen Sprachen zum gleichen Thema verfasst wurden, trägt dazu bei, eine effektive Kommunikation und Informationsbeschaffung sicherzustellen. Daher ist es unerlässlich, dass Fachleute jeder Disziplin mit der Terminologie ihres eigenen Fachgebiets, deren Merkmalen und den Regeln für deren Verwendung vertraut sind. Der Kurs zielt darauf ab, dieses Wissen zu vermitteln.

 

Inhalt des Kurses:

  1. Kontextualisierung und Relevanz
  2. Entwicklung, Notwendigkeit und normative Regelung der Terminologiewissenschaft
  3. Definition eines Begriffs und seiner Merkmale
  4. Wörterbuch vs. Terminologiedatenbank
  5. Das Wesen der terminologischen Konsistenz und die Mittel zu ihrer Erreichung
  6. Manuelle und automatische Begriffsextraktion
  7. Einsprachige und mehrsprachige Terminologiearbeit (Suchoperatoren)
  8. Merkmale einer Terminologiedatenbank
  9. Technisches Datenblatt
  10. Erstellung und Pflege einer Terminologiedatenbank
  11. Software zur Terminologieverwaltung
  12. Erstellen einer eigenen Terminologiedatenbank
  13. Zusammenfassung

 

Lernziele:

Fähigkeit

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende in der Lage sein:

  • Grundlegende terminologische Konzepte und Regeln bei der Analyse und Erstellung von Fachtexten eigenständig anwenden.
  • Nutzung von Terminologiedatenbanken und Terminologieverwaltungssoftware bei der ein- und mehrsprachigen Terminologiearbeit.
  • Führen Sie eine manuelle und automatische Begriffsextraktion durch und ordnen Sie die extrahierten Begriffe fachgerecht.
  • Eine eigene Terminologiedatenbank erstellen und pflegen sowie diese in fachspezifische Kommunikationsaufgaben integrieren.

Einstellung

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • Bemühen Sie sich um eine einheitliche Terminologie in der beruflichen Kommunikation und erkennen Sie dabei deren Bedeutung für eine effektive Informationsvermittlung an.
  • Seien Sie offen dafür, sich mit fachspezifischen Begriffen verschiedener Disziplinen vertraut zu machen und diese zu akzeptieren.
  • Verpflichten Sie sich, terminologische Normen und Standards einzuhalten.
  • Die Bedeutung von Terminologiedatenbanken und sprachlichen Ressourcen für eine präzise und zuverlässige Kommunikation anerkennen und wertschätzen.

Eigenständigkeit und Verantwortung

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • In der Lage sein, Terminologie selbstständig zu analysieren und relevante Begriffe in Fachtexten zu klassifizieren.
  • Übernehmen Sie die Verantwortung für die terminologische Genauigkeit und Konsistenz von Fachtexten.
  • Selbstständig über die Eignung und den Einsatz verschiedener terminologischer Ressourcen entscheiden.
  • Verantwortung für die Ergebnisse der eigenen Arbeit übernehmen und in der Lage sein, fachliches Feedback bei der Pflege und Aktualisierung der Terminologiedatenbank zu berücksichtigen.

Kompetenz

Nach Abschluss des Kurses wird der Studierende:

  • Über fundierte Kenntnisse der Fachterminologie verfügen und in der Lage sein, diese in verschiedenen Kommunikationssituationen anzuwenden.
  • Terminologiedatenbanken nutzen und die terminologische Qualität von Texten überprüfen können.
  • Die Methoden und Werkzeuge der Terminologiearbeit in ein- und mehrsprachigen Umgebungen anwenden können.
  • Die terminologische Genauigkeit und Effizienz der fachlichen Kommunikation gewährleisten können und so zu einer authentischen Kommunikation sowie zum effektiven Abruf von Informationen in diesem Fachgebiet beitragen.

Lernziele

Am Ende des Kurses sind die Lernenden in der Lage:
– Begriffe aus ihrem eigenen Fachgebiet zu erkennen und zu bilden,
– Begriffe mithilfe manueller Methoden und digitaler Werkzeuge aus verschiedenen Dokumenten zu extrahieren,
– grundlegende terminologische Prinzipien in ein- und mehrsprachigen Kontexten anzuwenden,
– Dokumente in ihrer Muttersprache und in einer Fremdsprache unter Beachtung des Prinzips der terminologischen Konsistenz zu erstellen, vorrangig in ihrem eigenen Fachgebiet, aber auch in anderen Fachgebieten, und
– für die verschiedenen Fachgebiete geeignete Terminologiedatenbanken zu recherchieren, zusammenzustellen und zu pflegen.

Freie Plätze

30

Literatur zum Kurs (Pflichtlektüre oder empfohlene Lektüre):

Cabré, M. T. 1998. Terminologie. Theorie, Methoden und Anwendungen. (Terminologie und Lexikografie – Forschung und Praxis I). Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins.
Fischer, M. 2018. Terminologie und Übersetzung. Ausgewählte studien zur Terminologietheorie und Übersetzungswissenschaft. Pécs: Institutio. Verfügbar unter: http://inyk.bme.hu/kutatas/Fischer_Terminologia_es_Forditas.pdf
Fóris Á. 2005. Die Frage der terminologischen Norm und der Äquivalenz bei der Übersetzung technischer Texte. Fordítástudomány 7 (2). 41–53. Verfügbar unter: https://epa.oszk.hu/04100/04125/00002/pdf/EPA04125_forditastudomany_2005_2_041-053.pdf
Arbeitsgruppe Terminologie der Konferenz der Übersetzungsdienste der europäischen Staaten (CST). 2014. Empfehlungen zur Terminologie. Bern: Konferenz der Übersetzungsdienste europäischer Staaten, Arbeitsgruppe „Terminologie und Dokumentation“. Verfügbar unter: https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/dokumentation/sprachen/publikationen-zur-terminologie.html
Konferenz der Übersetzungsdienste europäischer Staaten (KÜDES). 2018. Empfehlungen für die Terminologiearbeit. Bern: Schweizerische Bundeskanzlei, Sektion Terminologie. Verfügbar unter: https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/dokumentation/sprachen/publikationen-zur-terminologie.html
Seidl-Péch O. 2018. Nach welchen Grundsätzen sollten terminologische Kenntnisse in der Fachübersetzerausbildung vermittelt werden? PORTA LINGUA 2018. 153–163. Verfügbar unter: http://real.mtak.hu/120764/1/PortaLingua-2018_spo.pdf
Sermann E., Seidl-Péch o., Kóbor M. 2022. Der Übersetzer im terminologischen Aufgabenbereich. Erfahrungen aus einem Kooperationsprojekt zur Terminusextraktion. Porta Lingua 2022/1. 17–23. Verfügbar unter: http://real.mtak.hu/144426/1/PL2022_1_Sermann_Seidl-Pech_Kobor_17-23.pdf
Tamás D. M. 2014. Zu terminologischen Fragen bei der Übersetzung wirtschaftlicher Fachtexte. Abhandlungen zur Übersetzungswissenschaft I. Budapest: ELTE BTK, Lehrstuhl für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung. 15–48. Verfügbar unter: http://mek.oszk.hu/19100/19168/19168.pdf

Kurscode

FTOD-110

Sprache

Bewertungsmethode

Abschließende Zertifizierung

Zeugnis

Modalität

Eingesetztes Lernmanagementsystem

Leinwand

Unterrichtsstunden pro Woche für den Studierenden:

1

Konkrete regelmäßige wöchentliche Unterrichtstage/-zeiten

Zeitzone