Interkulturelle Aspekte der Argumentation, Überzeugungsarbeit, Manipulation, Wahrnehmung und Interpretation in europäischen Mediendiskursen. Ein Deutschkurs

Interkulturelle Aspekte der Argumentation, Überzeugungsarbeit, Manipulation, Wahrnehmung und Interpretation in europäischen Mediendiskursen. Ein Deutschkurs

Ausstellende Einrichtung

Fakultät für Geisteswissenschaften
Institut für Germanistik

Dozent(en):

Dr. Attila Péteri und Dr. Amália Kerekes

Startdatum

7. Oktober 2025

Enddatum

20. Januar 2026

Studienfach

CHARM-Prioritätsfeld

Studienniveau

Studienaufwand, ECTS

4

Kurzbeschreibung

Der Kurs „Interkulturelle Aspekte von Argumentation, Überzeugungsarbeit, Manipulation, Wahrnehmung und Interpretation in europäischen Mediendiskursen“ bietet einen innovativen Ansatz zur Untersuchung der Komplexität von Mediendiskursen in einem mehrsprachigen und multikulturellen europäischen Kontext. Dieser deutschsprachige Kurs, der sich an den CHARM-EU-Prinzipien einer herausforderungsorientierten, zugänglichen, forschungsbasierten und mobilen Bildung orientiert, konzentriert sich auf die Entwicklung kritischer Medienkompetenzen. Die Studierenden üben sich in kritischem Denken, Problemlösung, Kommunikation, Teamarbeit und digitaler Kompetenz.
Die Studierenden setzen sich mit aktuellen deutschen Mediendiskursen auseinander, um Methoden der Argumentation, Überzeugung und Manipulation sowie deren Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung und Interpretation zu erkennen. Darüber hinaus vergleichen die Teilnehmenden diese deutschen Mediendiskurse mit den in ihren eigenen Ländern oder in ihren Muttersprachen vorherrschenden Diskursen, wodurch ein umfassendes Verständnis für kulturelle Nuancen in der Medienkommunikation gefördert wird. Der Kurs legt zudem Wert auf die praktische Übung in der Erstellung argumentativer und überzeugender Texte und vermittelt den Studierenden die Fähigkeiten, wirkungsvolle und kontextbezogene Medieninhalte zu erstellen.

Der Kurs findet auf Deutsch statt.

Ausführliche Beschreibung

https://germanisztika.elte.hu/content/charm-eu-hybrid-course-at-the-institute-of-germanic-studies-of-the-elte.t.43090

Lernziele

1. Am Ende des Kurses ist der Lernende in der Lage, zentrale Methoden der Argumentation, Überzeugung und Manipulation in Medientexten aus verschiedenen kulturellen Kontexten zu erkennen.
2. Darüber hinaus wird der Lernende in der Lage sein, deutsche Mediendiskurse mit denen in seinen eigenen Ländern oder in seinen Muttersprachen zu vergleichen und gegenüberzustellen, wobei er kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervorhebt.
3. Zudem wird der Lernende am Ende des Kurses in der Lage sein, gut strukturierte argumentative und überzeugende Texte zu verfassen, die seine Haltung wirkungsvoll vermitteln und dabei den kulturellen und sprachlichen Hintergrund der Zielgruppe berücksichtigen.
4. Darüber hinaus sind die Lernenden am Ende des Kurses in der Lage, ihre eigenen Praktiken des Medienkonsums und der Medienproduktion kritisch zu reflektieren und sich für ethische Standards im Mediendiskurs einzusetzen.
Diese Lernergebnisse stellen sicher, dass der Kurs nicht nur die analytischen Fähigkeiten der Studierenden fördert, sondern auch ihre praktischen Fähigkeiten in den Bereichen Medienkommunikation und kritische Reflexion verbessert.

Kursvoraussetzungen

Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich aktiv am Unterricht beteiligen und sich an Gruppenarbeiten und gemeinsamen Aktivitäten beteiligen. Zusätzlich zu den Unterrichtseinheiten stehen die Studierenden auch außerhalb des Seminars in regelmäßigem Austausch miteinander und arbeiten gemeinsam an der Ausarbeitung der Seminarthemen. Am Ende des Semesters reichen die Studierenden eine portfoliobasierte Seminararbeit ein, in der sie ihre eigenen Forschungsergebnisse zusammenfassen. Die Arbeit muss außerdem eine ausführliche Reflexion über das Seminarthema, die angewandten Arbeitsmethoden und die Ergebnisse der Zusammenarbeit in der Gruppe enthalten.

Freie Plätze

20

Literatur zum Kurs (Pflichtlektüre oder empfohlene Lektüre):

Carsten Brosda: Diskursiver Journalismus. Journalistisches Handeln zwischen kommunikativer Vernunft und mediensystemischem Zwang. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007.
Beatrice Dernbach, Alexander Godulla, Annika Sehl (Hrsg.): Komplexität im Journalismus. Wiesbaden: Springer 2019
Manfred Kienpointner: Alltagslogik. Struktur und Funktion von Argumentationsmustern. Stuttgart – Bad Cannstatt: frommann-holzboog 1992.
Josef Klein: Politik und Rhetorik. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer 2019.
Michael Meyen, Maria Löblich, Senta Pfaff-Rüdiger, Claudia Riesmeyer: Qualitative Forschung in der Kommunikationswissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2019.
Lisa Schwaiger: Gegen die Öffentlichkeit. Alternative Nachrichtenmedien im deutschsprachigen Raum. Bielefeld: transcript 2022.
Thomas Wiedemann, Christine Lohmeier (Hrsg.): Diskursanalyse für die Kommunikationswissenschaft. Theorie, Vorgehen, Erweiterungen. Wiesbaden: Springer 2019.

Geplante pädagogische Aktivitäten und Unterrichtsmethoden:

Während des gesamten Kurses werden die Studierenden aktiv in Diskussionen und Gruppenarbeiten eingebunden sein und sowohl während als auch außerhalb der Seminarsitzungen zu den gemeinsamen Aktivitäten beitragen. Von ihnen wird erwartet, dass sie regelmäßig mit ihren Kommilitonen interagieren und gemeinsam die Seminarthemen vertiefen und weiterentwickeln.
Um die Gruppenarbeit zu erleichtern, werden für jede Gruppe eigene Kanäle in MS Teams eingerichtet, in denen die Studierenden per Text- oder Video-Chat kommunizieren und Dateien austauschen können. Darüber hinaus haben die Studierenden auf der Lernmanagement-Plattform Canvas Zugriff auf Begleitmaterialien wie Videovorträge, kurze wissenschaftliche Texte, Beispieldokumente und Quizübungen, die sie während des gesamten Kurses unterstützen.
Am Ende des Semesters reichen die Studierenden ein Portfolio ein, das nicht nur ihre individuellen Forschungsergebnisse präsentiert, sondern auch eine umfassende Reflexion über den Seminarthemenbereich, den Kooperationsprozess und die im Kurs angewandten Methoden enthält.

Kurscode

BMI-NEMD-604

Sprache

Bewertungsmethode

Gruppenarbeit, gemeinsame mündliche Präsentationen der Ergebnisse der Gruppenarbeit

Abschließende Zertifizierung

Zeugnis

Bewertungsdatum

25. Januar 2026

Modalität

Eingesetztes Lernmanagementsystem

MS Teams, Canvas

Unterrichtsstunden pro Woche für den Studierenden:

2

Konkrete regelmäßige wöchentliche Unterrichtstage/-zeiten

Dienstag, 14:00 – 15:30 Uhr

Zeitzone