Im Rahmen einer einwöchigen Veranstaltungsreihe vom 3. bis 9. Februar 2024 machte sich das ED-AFFICHE-Team daran, unterschiedliche Sichtweisen und Empfehlungen zu den Kriterien für das „European Degree“-Label zu sammeln.
Erkenntnisse der Studierenden
Die Studierenden, die den Kern des Bildungssystems bilden, lieferten wertvolle Einblicke in das Wesen des „European Degree“-Labels. In ihrem Feedback betonten sie die überragende Bedeutung von Barrierefreiheit und Inklusion. Die Studierenden hoben hervor, dass Mobilitätsmöglichkeiten für alle zugänglich sein müssen, insbesondere für diejenigen, die mit sozioökonomischen Hindernissen konfrontiert sind. Sie würdigten zwar die bereichernden Erfahrungen, die die physische Mobilität in gemeinsamen Studiengängen ermöglicht, sprachen sich jedoch für finanzielle Unterstützung aus, um einen gleichberechtigten Zugang für alle zu gewährleisten.
Sie hoben die Bedeutung internationaler Erfahrungen durch das Erlernen von Sprachen hervor sowie die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Arbeitgebern, um die Studienziele zu gestalten und gleichzeitig die akademische Freiheit zu wahren. Die Studierenden betonten zudem, wie wichtig eine sichtbare Anerkennung des Abschlusses durch die EU sei, was insbesondere für nicht-europäische Studierende von Bedeutung sei.
Präferenzen der Arbeitgeber
Die Arbeitgeber schlossen sich der Forderung nach Transparenz und klarer Kommunikation hinsichtlich des europäischen Hochschulabschlusszeichensan. Sie betonten die Bedeutung interdisziplinärer Ansätze, Mehrsprachigkeit und Kenntnisse im Bereich Nachhaltigkeit für die Definition zukünftiger Kompetenzen. Physische Mobilität wurde als entscheidend für den Einstellungsprozess identifiziert, da sie das Bewusstsein für Vielfalt und die Bereitschaft zur Anpassung symbolisiert. Die Arbeitgeber erkannten zwar den Wert der virtuellen Mobilität als Ergänzung an, betonten jedoch, dass diese die Vielfalt, die die physische Mobilität mit sich bringt, nicht ersetzen kann.
Anforderungen von Qualitätssicherungs- und Akkreditierungsstellen
Auch Qualitätssicherungs- und Akkreditierungsstellen nahmen an den Diskussionen teil und betonten, wie wichtig klare Konsortialvereinbarungen für die Erleichterung ihrer Arbeit seien. Sie sprachen sich für mehr Autonomie der Hochschulen bei der Ausarbeitung dieser Vereinbarungen aus.
Die Bedeutung europäischer Werte für die Gestaltung des Gütesiegels „European Degree“ wurde hervorgehoben. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, bestehende EU-Charten und -Erklärungen zu berücksichtigen, um den europäischen Charakter der mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Studiengänge zu unterstreichen. Auch der europäische Ansatz zur Qualitätsbewertung wurde erörtert, wobei die Beteiligten dessen Bedeutung für die Motivation der Gesetzgeber, diesen Ansatz zu übernehmen, hervorhoben.
Die ED-AFFICHE-Stakeholder-Treffen boten eine Plattform, auf der vielfältige Stimmen zur Entwicklung von Kriterien für das „European Degree“-Label beitragen konnten.
Vielen Dank, dass Sie sich an dieser Initiative beteiligen!
Was steht als Nächstes an?
Das ED-AFFICHE-Team arbeitet derzeit an den abschließenden Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Hochschulen zur Zukunft des europäischen Abschlusszeichens! Diese Empfehlungen werden am 5. März 2024 erstmals vorgestellt ! Möchten Sie mehr erfahren?
Sichern Sie sich Ihren Platz, indem Sie sich hier für die Online-Veranstaltung anmelden: https://www.charm-eu.eu/unlocking-transformative-potential-european-degree-label-ed-affiche-final-dissemination-event