Ein neuer und innovativer Schritt im CHARM-EU-Masterstudiengang mit dem „New European Bauhaus“ als inspirierendem Rahmen.
Am 6. September 2022 fand der Auftakt zum Capstone statt, der Abschlussphase des Masterstudiengangs „Global Challenges for Sustainability “. Zu den geladenen Gästen gehörten natürlich die Studierenden, die mit dem Capstone beginnen, aber auch diejenigen, die in diesem Jahr den Masterstudiengang aufnehmen. Ebenfalls anwesend waren gesellschaftliche Akteure, die am Capstone beteiligt sind, Capstone-Betreuer sowie Mitarbeiter von CHARM-EU. Während der Capstone-Phase arbeiten die Studierenden gemeinsam mit ihren Kommilitonen, dem akademischen Personal und Akteuren aus der Praxis an einer authentischen Nachhaltigkeitsherausforderung, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet basiert.
Einbindung des „New European Bauhaus“ in das Bildungsmodell von CHARM-EU
Marcos Ros Sempere, Mitglied des Europäischen Parlaments, eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Vortrag über die Initiative „New European Bauhaus“, bei der CHARM-EU offizieller Partner ist. Marcos Ros: „Der demokratisierende Geist des ursprünglichen Bauhauses wurde in der Europäischen Union wiederbelebt. Es ist an der Zeit, Gebäude, Stadtviertel und Städte zu verändern, um das Leben aller zu verbessern.“ Marcos Ros äußert die Hoffnung, dass die Studierenden die Ideen des „New European Bauhaus“ in ihre Capstone-Projekte einfließen lassen werden. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, da die Capstone-Projekte bereits auf die Prinzipien des „New European Bauhaus“ ausgerichtet sind: Fokus auf lokale und globale Dimensionen der Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung, Transdisziplinarität und Inklusion, damit niemand zurückbleibt.
Gemeinsam die Zukunft der Bildung gestalten
Doris Alexander, stellvertretende Direktorin für europäische Beziehungen (Trinity College Dublin), skizzierte den Entwicklungsprozess von CHARM-EU und gab einen Einblick in den künftigen Europäischen Bildungsraum, in dem den Europäischen Hochschulallianzen eine wichtige Rolle zukommt. Derzeit gibt es 44 europäische Hochschulallianzen, wobei das Ziel darin besteht, diese Zahl bis 2024 auf 60 zu erhöhen. Doris Alexander betont, dass die Studierenden von CHARM-EU eine wichtige Rolle spielen: „Ihr gestaltet die Zukunft der Bildung mit – andere werden von euren Perspektiven und eurem Feedback profitieren.“
Eine vollwertige europäische Universität
Meritxell Chaves, CHARM-EU-Allianzmanagerin (Universität Barcelona), verkündete die gute Nachricht, dass CHARM-EU Fördermittel für die nächsten vier bis sechs Jahre erhalten hat. Dies ermöglicht es, die Zahl der Partner auf acht zu erhöhen, das derzeitige Masterstudienprogramm auszuweiten und weitere Bachelor-, Promotions- und berufsbezogene Studiengänge hinzuzufügen sowie die Professionalisierung voranzutreiben und das nicht-akademische Netzwerk auszubauen. Das Ziel von CHARM-EU ist es, eine vollwertige europäische Universität zu werden, die als Testumgebung für Innovationen in Bildung und Forschung dient – sowohl für ihre Partner als auch darüber hinaus.
Die Beiträge der Studierenden sind unverzichtbar
Marjanneke Vijge, Assistenzprofessorin an der Universität Utrecht und Koordinatorin des Capstone-Projekts, schloss mit einigen Einblicken zur Bedeutung der Capstone-Phase. Sie erwähnte unter anderem, dass die Arbeit der Studierenden wichtig sei, um Bildungsinnovationen zu entwickeln und zu erproben, unser nicht-akademisches Netzwerk zu erweitern und zu stärken, die Verbindungen zwischen Bildung und Forschung zu festigen, Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit anzugehen und einen Beitrag zu Open Science zu leisten. Marjanneke schloss mit den Worten: „Kurz gesagt: Eure Beiträge sind entscheidend für die weitere Entwicklung und den Ausbau von CHARM-EU!“
Bis Februar 2023 werden 13 Teams an fünf Universitäten an 12 Capstone-Herausforderungen innerhalb und außerhalb Europas arbeiten. Im Februar ist ein festlicher Abschluss der Herausforderungen geplant.