Förderung von Forschung und Zusammenarbeit zwischen Hochschulen
Die Initiativen zur Mobilität von Doktoranden im Rahmen von CHARM-EU zielen darauf ab, die akademische und berufliche Entwicklung von Doktoranden durch die Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit und des internationalen Forschungsaustauschs zu stärken. Doktoranden profitieren von erweiterten Forschungskompetenzen, besseren Networking-Möglichkeiten und verbesserten Sprachkenntnissen, während die Hochschulen durch die internationale Zusammenarbeit an Sichtbarkeit und Ansehen gewinnen. Mobilitätsmöglichkeiten ermöglichen es Betreuerinnen und Betreuern zudem, kooperative, interdisziplinäre Forschung zu fördern, die für alle Beteiligten einen Mehrwert für ihre akademische Erfahrung darstellt. Trotz der Herausforderungen, die sich aus unterschiedlichen Finanzierungssystemen, Akkreditierungsstandards und institutionellen Strukturen ergeben, unterstützt CHARM-EU die Mobilität von Doktorandinnen und Doktoranden durch innovative Programme, die darauf ausgelegt sind, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und eine breite, inklusive Beteiligung sicherzustellen.
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Die Promotionsmobilität bei CHARM-EU ist darauf ausgelegt, Forschenden strukturierte und zugleich flexible Möglichkeiten für grenzüberschreitendes Arbeiten zu bieten, wobei der spezifische Rhythmus des Promotionsstudiums berücksichtigt wird. Anstelle der für die Mobilität im Bachelor- oder Masterstudium typischen semestergelangen Austausche konzentriert sich das Angebot von CHARM-EU für Doktoranden auf kürzere, gezieltere Formate: Forschungsaufenthalte und Laborarbeit an Partnerinstitutionen, Job-Shadowing, Konferenzen, Sommerschulen, gemeinsame Betreuung sowie Blended Intensive Programmes (BIPs), die Online-Vorbereitung mit einer kurzen Präsenzkomponente kombinieren. Dadurch können die Doktoranden echte internationale Erfahrungen sammeln und ihre Forschungsmethoden diversifizieren, ohne für längere Zeit von ihrem primären Forschungsprojekt abgezogen zu werden.
Um dieses Angebot mit Fakten zu untermauern, führte CHARM-EU eine Umfrage unter Doktoranden an seinen Partnerhochschulen durch – einem Verbund, der rund 17.000 Doktoranden umfasst (ohne die Fachhochschule Ruhr West). Dabei zeigten sich erhebliche strukturelle Unterschiede in der Organisation der Promotionsprogramme zwischen den einzelnen Einrichtungen, und diese Erkenntnisse fließen nun in mehrere strategische Schwerpunkte des Verbunds ein.
Eine dieser Prioritäten ist es, Mobilitätsmöglichkeiten leichter auffindbar zu machen. Sommerschulen, Praktika und Forschungsaufenthalte werden zu einem zentralisierten, optimierten Angebot gebündelt, das über das CHARM-EU-Mobilitätsportal und die SPARK-Plattform veröffentlicht wird. Diese Plattform verbindet Studierende und Doktoranden mit forschungsorientierten Praktika, die von etablierten Forschungsgruppen an den neun Partneruniversitäten der Allianz angeboten werden. Hier existieren zwei Modelle nebeneinander: Beim koordinierten Modell legt eine Gastinstitution die Ziele der Mobilität fest und organisiert Einzel- oder Teamaktivitäten, die dann zentral auf der CHARM-EU-Website ausgeschrieben werden; beim studenteninitiierten Modell wenden sich die Kandidaten proaktiv an die Einrichtung, bei der sie ein kurz- oder langfristiges Praktikum absolvieren möchten – ein Ansatz, der in der Regel von ihrer Heimat- (Entsende-)Institution gefördert und unterstützt wird.
Doktoratsspezifische BIPs sind ein weiterer Schritt in diese Richtung: Sie verbinden Online-Zusammenarbeit mit einem Präsenzintensivkurs, um Doktoranden aus verschiedenen Fachbereichen und Einrichtungen zusammenzubringen. Hinzu kommt ein sich entwickelnder Bereich der Mikro-Zertifikate, der es Doktoranden möglicherweise ebenfalls ermöglicht, an Mobilitätsprogrammen teilzunehmen.
Das Networking wird in der Strategie als ebenso zentral angesehen wie die physische Mobilität selbst. CHARM-EU plant strukturierte Treffen des Doktorandennetzwerks, die sich um übertragbare Kompetenzen wie Projektmanagement und Forschungskommunikation drehen. Damit sollen Lücken geschlossen werden, die die Angebote einzelner Hochschulen allein nicht abdecken, während gleichzeitig die Vorteile der länderübergreifenden Zusammenarbeit optimal genutzt werden. Darüber hinaus möchte die Allianz Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter in internationalen Forschungsdiskussionen zusammenbringen, damit die Mobilitätsmöglichkeiten weiterhin auf die Forschungsinteressen der Doktoranden und die Prioritäten der jeweiligen Einrichtungen abgestimmt sind – ein Bestreben, das in ein wachsendes Programm von Sommer- und Winterschulen einfließt.
Um dieses Angebot weiter zu verfeinern, prüft CHARM-EU zudem, was anderswo innerhalb der Allianz bereits gut funktioniert, und orientiert sich dabei insbesondere an den in Utrecht und Budapest entwickelten Sommerkursmodellen als Vorlage für künftige Programme.
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Wissenschaftliche Mitarbeiter, Betreuer und internationale Koordinatoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung und dem Ausbau von Mobilitätsmöglichkeiten für Doktoranden, die diesen wertvolle internationale Forschungserfahrungen ermöglichen. Wenn Sie als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Betreuer daran interessiert sind, die Mobilität von Doktoranden im Rahmen von CHARM-EU zu fördern, befolgen Sie bitte die nachstehende Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung solcher Programme.
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| Schritt | Aktion | Wer sollte einbezogen werden? | Ressourcen / Support |
| Schritt 1 | Bewerten Sie die institutionellen Kapazitäten für die Mobilität von Doktoranden Führen Sie eine Umfrage durch, um die Möglichkeiten Ihrer Einrichtung zur Unterstützung der Mobilität von Doktoranden zu überprüfen, wobei Sie Forschungsressourcen, die Einbindung der Lehrkräfte und potenzielle Finanzierungsmöglichkeiten berücksichtigen sollten. Ermitteln Sie relevante Fachbereiche oder Forschungsgruppen. | Internationale Koordinatoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Forschungsbüros | Mobilitätshandbuch, Kapitel „Mobilität von Doktoranden“ CHARM-EU-Bericht zur Mobilität von Doktoranden Vorlage für die Umfrage zur Mobilität von Doktoranden |
| Schritt 2 | Einbindung der Interessengruppen und Festlegung der Programmstruktur Förderung von Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Doktorandenschulen, um flexible und maßgeschneiderte Rahmenbedingungen für die Mobilität von Doktoranden zu schaffen. Zusammenarbeit mit Fakultätsmitgliedern, Fachbereichsleitern und Verwaltungseinheiten, um die Mobilitätsmöglichkeiten auf die Forschungsziele abzustimmen. Festlegung der Struktur, der Inhalte und des Formats der Mobilitätsprogramme. | Internationale Büros, wissenschaftliches Personal, Fachbereichsleiter, Forschungsbüros | Beispiele: Utrecht Summer School;Budapest Summer University;Kurskatalog der „ “ |
| Schritt 3 | Entwicklung und Förderung von Mobilitätsprogrammen für Doktoranden Konzeption und Bekanntmachung von Mobilitätsmöglichkeiten für Doktoranden, wobei sichergestellt wird, dass die Programme auf deren Forschungsinteressen abgestimmt sind und die interinstitutionelle Zusammenarbeit fördern. Dazu gehört das Einstellen von Sommerkursangeboten auf der Unterseite „Doktorandenmobilität“ der CHARM-EU-Website sowie die Veröffentlichung von Forschungspraktika auf der SPARK-Plattform. Für die individuelle Mobilität steht eine spezielle Vorlage zur Verfügung, über die Doktoranden potenzielle Betreuer direkt kontaktieren können. | Wissenschaftliche Mitarbeiter, internationale Büros, Programmkoordinatoren | CHARM-EU-Mobilitätsportal – Mobilitätsmöglichkeiten für Doktoranden SPARK-Plattform Interessenbekundung für individuelle Doktorandenmobilität |
| Schritt 4 | Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten unter . Sichern Sie sich Fördermittel für Mobilitätsmaßnahmen, insbesondere für Kurz- und Langzeitaufenthalte. Beantragen Sie Erasmus+-Zuschüsse oder andere Fördermöglichkeiten zur Deckung von Kosten wie Reise-, Unterbringungs- und Lebenshaltungskosten. | Internationale Koordinatoren, Finanzbeauftragte, Programmkoordinatoren | CHARM-EU-Bericht zur Mobilität von Doktoranden |
| Schritt 5 | Koordination und Unterstützung des Mobilitätsprozesses Sicherstellung der logistischen und akademischen Betreuung der Teilnehmenden, einschließlich Reise- und Unterbringungsorganisation. Sicherstellung, dass die Mobilitätserfahrungen mit den akademischen Zielen und Forschungszielen im Einklang stehen. | Internationale Koordinatoren und Büros, Programmkoordinatoren | CHARM-EU-Mobilitätsportal – Mobilitätsmöglichkeiten für Doktoranden |
| Schritt 6 | Sicherstellung der Anrechnung von Leistungspunkten und des Abschlusses von Studiengängen Zusammenarbeit mit den zuständigen akademischen Fachbereichen, um sicherzustellen, dass Mobilitätserfahrungen als akademische Leistungspunkte anerkannt werden. Erwägung des Einsatzes von „Micro-Credentials“ zur Formalisierung von Leistungen. | Wissenschaftliches Personal, wissenschaftliche Fachbereiche, internationale Büros, Studienkoordinatoren | Mobilitätshandbuch, Kapitel „Anrechnung von Leistungspunkten“ |
| Schritt 7 | Bereitstellung von Unterstützung nach dem Mobilitätsaufenthalt und Networking-Möglichkeiten Förderung des weiteren Engagements durch Networking-Möglichkeiten, Folgeaktivitäten und den Austausch von Forschungsergebnissen. Einholung von Feedback der Teilnehmenden zur Verbesserung künftiger Programme. | Internationale Büros, wissenschaftliche Mitarbeiter, Programmkoordinatoren |