Die Zusammenarbeit von CHARM-EU mit dem Globalen Süden

Die Zusammenarbeit von CHARM-EU mit dem Globalen Süden

Präsentation in Südafrika im Rahmen der Wissensmission des niederländischen Bildungsministeriums

Krüger-Nationalpark

Im Rahmen einer Delegationsreise des niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft nach Südafrika stellten Studierende von CHARM-EU sowie die akademische Leiterin Marjanneke Vijge die aktuellen und künftigen Kooperationen von CHARM-EU mit Südafrika vor. Sie waren die ersten Referenten bei der Eröffnungsveranstaltung am 15. Oktober in Kapstadt. An der Veranstaltung nahmen der niederländische Bildungsminister Robbert Dijkgraaf sowie Führungskräfte niederländischer und südafrikanischer Bildungseinrichtungen teil.

Hybride Zusammenarbeit

Marjanneke Vijge, akademische Leiterin von CHARM-EU an der Universität Utrecht, eröffnete die Sitzung. Sie stellte den CHARM-EU-Masterstudiengang als innovativen Ansatz für die interuniversitäre Lehre vor, der hybride Unterrichtsräume in fünf Ländern nutzt. Ein solcher Lehransatz lässt sich problemlos auf Nicht-EU-Länder wie Südafrika ausweiten. Dies würde interkulturelles Lernen und den Austausch außerhalb Europas ermöglichen und dabei Perspektiven des Globalen Nordens und des Globalen Südens zu globalen Herausforderungen für die Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Marjanneke:„Wir prüfen derzeit, wie wir gleichberechtigte Partnerschaften zwischen CHARM-EU und südafrikanischen Universitäten fördern können. Während unseres Besuchs in Kapstadt und Pretoria hatten wir Treffen mit der University of the Western Cape, einem assoziierten Partner von CHARM-EU, und der University of Pretoria, die derzeit am Capstone-Projekt beteiligt ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass hybride Zusammenarbeit die Zukunft ist – und zwar nicht nur für CHARM-EU-Studierende, die aus Europa in den Globalen Süden kommen. Hybrider Unterricht ist ein Weg, Bildung und Forschung weltweit inklusiver und zugänglicher zu gestalten – und das bei geringem CO₂-Fußabdruck.“


CHARM-EU-Studierende machen ein Selfie in Südafrika

CHARM-EU-Studierende am Drehort ihres Capstone-Projekts zum Thema Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren in Südafrika.

Abschlussprojekt in Südafrika

Die Zusammenarbeit mit Südafrika findet bereits im Rahmen des Masterstudiengangs statt. Die CHARM-EU-Studierenden Tijs Bergmans, Eloïse Ferreira, Ipo Kok, Miisa Rantala, Sophie Groenewegen und Yasmijn Wakker befinden sich derzeit im Rahmen ihrer abschließenden Capstone-Phase im Krüger-Nationalpark. Dort forschen sie in Zusammenarbeit mit der Universität Pretoria und lokalen Gemeinden zum Thema Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren. In ihrer Präsentation reflektierten die Studierenden ihre Position und ihre interkulturellen Erfahrungen als europäische Forscher*innen in Südafrika. Darüber hinaus teilten sie ihre Gedanken zur Wissensgenerierung und zur Feldforschung in dem historisch komplexen Land Südafrika mit.„Wir hoffen, dass unsere Forschung die Grundlage für ein langfristiges transdisziplinäres Projekt am Hans-Hoheisen-Wildlife-Forschungszentrum bilden kann, auf dem zukünftige CHARM-EU- und südafrikanische Studierende aufbauen können.“


Fokus auf Nachhaltigkeit

Die Mission des niederländischen Bildungsministeriums soll eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen niederländischen und südafrikanischen Bildungseinrichtungen fördern und eine Plattform für den Aufbau neuer Partnerschaften bieten. Die Mission geht auf eine unterzeichnete Absichtserklärung zwischen den Bildungsministerien der Niederlande und Südafrikas zurück. Dies soll zu einem Wissenstransfer zwischen Regierungen und Bildungseinrichtungen in den Niederlanden und Südafrika sowie zu einem (digitalen und physischen) Austausch von Lehrkräften und Studierenden führen. Die Ziele der Mission stehen in Einklang mit den Grundsätzen von CHARM-EU, wobei der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, der Verknüpfung von Bildung mit dem Arbeitsmarkt und Chancengleichheit für alle liegt.