Die CHARM-EU-Jahreskonferenz 2023, moderiert von Doris Fischer, CHARM-EU-Direktorin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, stand ganz im Zeichen des Themas „Allianzen für die Gesellschaft“. Diese inklusive Veranstaltung, bei der eine Mischung aus Präsenz- und Online-Teilnahme zum Tragen kam, diente als Plattform für echtes Engagement und intensive Gespräche.
Professor Dr. Pauli, Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, sorgte mit seiner Begrüßung der Teilnehmer für eine einladende Atmosphäre. Christian Schuchardt, Oberbürgermeister von Würzburg, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit im Rahmen von CHARM-EU und hob die langjährige Verbindung zwischen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Stadt Würzburg und der gesamten Region hervor.
Vanessa Debiais-Sainton, Referatsleiterin für Hochschulbildung bei der Europäischen Kommission, hielt eine Grundsatzrede, in der sie eine differenzierte Sichtweise auf die Auswirkungen der europäischen Hochschulallianzen vermittelte. Ihre Ausführungen befassten sich mit der Zukunft der Allianzen, der Mobilität von Studierenden und der Schlüsselrolle, die grüne und digitale Kompetenzen bei der Gestaltung der Bildungslandschaft spielen.
Erkundung gemeinsamer Projekte
Im Mittelpunkt der folgenden Sitzung stand das Wesen der europäischen Hochschulallianzen, wobei der Beitrag zur Gesellschaft beleuchtet, Herausforderungen erörtert und bewährte Verfahren ausgetauscht wurden. Prof. Dr. Ludovic Thilly, Generalkoordinator von EC2U, stellte die gemeinsamen Masterstudiengänge vor und ging auf die Herausforderungen ein, die die Kommunen ihren Studierenden stellen. Dr. Fidel Echevarría, Generalkoordinator der SEA-EU, sprach über den „Society Hub“ der Allianz, Projekte der gemeinsamen Gestaltung und den „Learning Service“. Dr. Balázs Vince Nagy, Vorsitzender des EELISA-Allianz-Vorstands, beschrieb die EELISA-Communities, die zu einer gemeinsamen Mission beitragen, die darauf basiert, vielfältige Herausforderungen gemeinsam mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren zu lösen. Abschließend berichtete Dr. Marjanneke Vijge, akademische Direktorin von CHARM-EU, über die Erfahrungen der CHARM-EU-Masterstudierenden bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern zur Bewältigung globaler Herausforderungen während der Capstone-Phase, insbesondere über ihre Erfahrungen in Südafrika.
Anschließend standen Gespräche mit Vertretern gesellschaftlicher Interessengruppen auf dem Programm: Dr. Lukas Kagerbauer, stellvertretender Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, sowie Alexandre Pennaneac’h, Geschäftsführer von Blue Thau Lab, zusammen mit Freek van Muiswinkel, Direktor für Unternehmertum und regionale Partnerschaften an der Universität Utrecht, und Audrey Crosbie, Industry Liaison Manager am Trinity College Dublin. Die Diskussion zwischen den Referenten führte zu einigen Schlussfolgerungen darüber, wie Allianzen ihre Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren verbessern und Innovation sowie Zusammenarbeit vorantreiben können. Die Referenten betonten, dass es wichtig sei, realistische Ziele zu setzen und sich dabei auf langfristige Ziele zu konzentrieren, um nachhaltige positive Auswirkungen auf regionaler und lokaler Ebene zu erzielen und zum allgemeinen Wohlstand beizutragen. Die Zusammenarbeit sollte mit einer Win-Win-Einstellung angegangen werden, um Vorteile für alle beteiligten Partner sicherzustellen. Die Referenten nannten vier Schlüsselbegriffe für eine erfolgreiche Zusammenarbeit: „Vertrauen“, „Empathie“, „Kreativität“ und „Menschen“.

Workshops im Rahmen der thematischen Sitzungen und Posterpräsentationen: Eine Ideenbörse
Im weiteren Verlauf der Konferenz fanden Workshops zu bestimmten Themen sowie Posterpräsentationen statt, die einen tieferen Einblick in das themenorientierte Lernen, gemeinsame Forschungsagenden, interkulturelle Aspekte von Partnerschaften und Innovationsnetzwerke boten.
Heleen Van Ravenswaaij von der Universität Utrecht und Roland Thaler von der Universität Montpellier untersuchten gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Interessengruppen im Rahmen des „Challenge Based Learning“.
Sergio Villanueva Baselga und Jaime Llorca von der Universität Barcelona, Anne-Sophie Gresle vom Hospital Clinic in Barcelona und Gareth O’Neil von der Technopolis Group stellten gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern verschiedene Forschungsagenden vor, die das Engagement der Allianz für den Wissensfortschritt und die Schaffung gesellschaftlicher Wirkung unterstrichen.
Dr. Orsolya Réthelyi und Dr. Ferenc Takó von der Eötvös-Loránd-Universität untersuchten gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern die interkulturellen Aspekte von Allianzen und trugen so zu einem tieferen Verständnis und einer größeren Wertschätzung unterschiedlicher Perspektiven bei.
Simone Roth von der Hochschule Ruhr Wes und Julia Reimer, Sprecherin von „Women@WiWi“, befassen sich mit dem Aufbau von Innovationsnetzwerken und der Bedeutung der Förderung von Kreativität und zukunftsorientierten Initiativen.
Darüber hinaus schmückte eine Posterausstellung den Konferenzort, auf der Initiativen und Projekte verschiedener CHARM-EU-Mitgliedsinstitutionen vorgestellt wurden. Die Themen reichten von der „Expedition Week“ von ENGAGE EU über den „Science Slam – Wissenschaftskommunikation trifft digitale Strategie“ von RE-EURECA PRO, den internationalen Schulwettbewerb „Think Smart, Create Green“ von EU-CONEXUS und die „Optimierung der Vermittlung von teilnehmerorientierten Kursen“ von Master Challenge bis hin zu „DEI in CHARM-EU“.
Abschließende Gedanken: Ein Aufruf zur weiteren Zusammenarbeit
Abschließend hob Alette Gilhus Mykkeltvedt von der Universität Bergen die zentrale Rolle der europäischen Universitätsallianzen bei der Stärkung strategischer Partnerschaften in ganz Europa hervor. Meritxell Chaves fasste die Kernaussage wie folgt zusammen: „Die europäischen Universitäten haben sich als erfolgreich erwiesen, wenn es darum geht, Einrichtungen dazu zu bewegen, innovativ zu sein und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen. Um die erwarteten Auswirkungen zu erzielen, ist jedoch ein aktives Engagement der gesellschaftlichen Akteure erforderlich.“
Als die Konferenz zu Ende ging, verließen die Teilnehmer die Veranstaltung voller Inspiration, ausgestattet mit neuen Ideen und einem erneuten Engagement, durch den kooperativen Geist der europäischen Hochschulallianzen positive Veränderungen anzustoßen.