Kritische Behindertenforschung betreiben und Anti-Ableismus praktizieren

Kritische Behindertenforschung betreiben und Anti-Ableismus praktizieren

Ausgabestelle

Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Open University an der Åbo Akademi Universität

Dozent(en):

Anastasia Khodyreva

Startdatum

16. Februar 2027

Enddatum

9. Mai 2027

Studienfach

CHARM-Prioritätsfeld

Studienniveau

Studienaufwand, ECTS

5

Kurzbeschreibung

Im Mittelpunkt des Kurses stehen die alltäglichen Erfahrungen der Marginalisierung aufgrund einer Behinderung. „Behinderung“ ist ein Oberbegriff, der unter anderem Mobilitäts-, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, akute und chronische Erkrankungen, chronische Müdigkeit und Burn-out, Neurodiversität/Neuroqueerness sowie „Cripping Affects“ umfassen kann, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Der Kurs behandelt relevante Erfahrungen im Zusammenhang mit strukturellem Ableismus, einem System der Diskriminierung von Einzelpersonen und Bevölkerungsgruppen, die nicht dem Ideal der obligatorischen Körperlichkeit entsprechen, das insbesondere in der westlichen Welt weit verbreitet ist.

Ausführliche Beschreibung

Im Mittelpunkt des Kurses stehen die alltäglichen Erfahrungen der Marginalisierung aufgrund einer Behinderung. „Behinderung“ ist ein Oberbegriff, der unter anderem Mobilitäts-, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, akute und chronische Erkrankungen, chronische Müdigkeit und Burn-out, Neurodiversität/Neuroqueerness sowie „Cripping Affects“ umfassen kann, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Der Kurs behandelt relevante Erfahrungen im Zusammenhang mit strukturellem Ableismus, einem System der Diskriminierung von Einzelpersonen und Bevölkerungsgruppen, die nicht dem Ideal der obligatorischen Körperlichkeit entsprechen, das insbesondere in der westlichen Welt weit verbreitet ist.

Der Kurs führt die Teilnehmenden in die kritischen Behinderungsstudien ein. Er konzentriert sich auf feministische Perspektiven und geht von der Prämisse aus, dass Behinderung kein individuelles, medizinisiertes Problem ist. Vielmehr handelt es sich bei Behinderung um ein verkörpertes politisches und kulturelles Phänomen, das im Rahmen komplexer gesellschaftlicher Veränderungen angegangen werden muss. Der Kurs behandelt theoretische und methodische Instrumente zur Analyse von ableistischen Strukturen. Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, zu üben, wie sie Ableismus in konkreten Kontexten hinterfragen und durchbrechen können.

Weitere Informationen finden Sie im Studien leitfaden.

Lernziele

Am Ende des Kurses verfügen die Teilnehmenden über Kenntnisse der wichtigsten theoretischen Ansätze zu verschiedenen Erfahrungen mit Behinderung und sind in der Lage, mit der Fachterminologie dieses Bereichs umzugehen.

Sie werden in die Lage versetzt, Mainstream- und kritische Behindertenforschung sowie medizinische, soziale und politische/beziehungsorientierte Ansätze im Umgang mit Behinderungen zu vergleichen und gegenüberzustellen.

Sie werden in die Lage versetzt, Behinderung im Zusammenspiel mit anderen Kategorien sozialer Ausgrenzung und Erfahrungen von Minderheiten zu analysieren.

Kursvoraussetzungen

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorkenntnisse in den Bereichen Gender Studies, Kulturwissenschaften und feministische Theorie sind von Vorteil.

Freie Plätze

7

Literatur zum Kurs (Pflichtlektüre oder empfohlene Lektüre):

Alle Texte sowie die Video- und Audiomaterialien sind auf Moodle verfügbar.

Geplante pädagogische Aktivitäten und Unterrichtsmethoden:

Vorlesungen über Zoom, Selbststudienwoche, Diskussionen, schriftliche Hausarbeit.

Kurscode

MS00CV44-3003

Sprache

Bewertungsmethode

Abschließende Zertifizierung

Zeugnis

Bewertungsdatum

16. Mai 2027

Modalität

Eingesetztes Lernmanagementsystem

Moodle

Unterrichtsstunden pro Woche für den Studierenden:

1,5 Stunden

Konkrete regelmäßige wöchentliche Unterrichtstage/-zeiten

Dienstags 17:00–18:30 Uhr (finnische Zeit)

Zeitzone