Digitalisierung und Strafrecht

Digitalisierung und Strafrecht

Ausstellende Einrichtung

Rechtswissenschaftliche Fakultät
Fachbereich Strafrecht

Dozent(en):

Dr. habil. István Ambrus, PhD

Startdatum

10. Februar 2025

Enddatum

17. Mai 2025

Studienfach

CHARM-Prioritätsfeld

Studienniveau

Studienaufwand, ECTS

2

Kurzbeschreibung

Ziel des Kurses ist es, den Studierenden einen Einblick in die Auswirkungen der Modernisierung des 21. Jahrhunderts auf das Strafrecht zu vermitteln. Dabei werden Themen wie neue mögliche Definitionen von Straftaten und Sanktionen, künstliche Intelligenz, Kryptowährungen sowie digitale oder internetbasierte Kriminalität analysiert.

Ausführliche Beschreibung

1. Digitalisierung und Strafrecht. Probleme, Definitionen und Forschungsfragen
2. Digitalisierung und mögliche Änderungen der Straftatbestandsdefinition
3. Digitalisierung und die Verhängung strafrechtlicher Sanktionen. Algorithmen und Sanktionierung
4. Künstliche Intelligenz und Strafrecht
5. Selbstfahrende Autos und strafrechtliche Haftung
6. Elektroroller, Segways und die Regulierung von Verkehrsdelikten
7. Neue digitale Instrumente: Kryptowährungen, Blockchain, Smart Contracts, Kreditkarten, Drohnen und das Strafrecht. Neue Formen von Diebstahl und Betrug.
8. Cyberstalking (Belästigung). Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Ethisches Hacking.
9. Über das Internet begangene Straftaten (Hassverbrechen, Fake News, Panikmache, Blasphemie)
10. Neue Arten von Sexualdelikten (Kinderpornografie, Deepfakes, Rachepornos, Upskirting, Cyberflashing)
11. COVID-19-Pandemie und materielles Strafrecht
12. Tierquälerei im Zeichen der Digitalisierung

Lernziele

Am Ende des Kurses wird der Lernende in der Lage sein:

– die Herausforderungen für das Strafrecht im 21. Jahrhundert aufgrund technologischer Innovationen erkennen
– die rechtliche Relevanz des Betriebs von KI-basierten Programmen verstehen
– die Bedeutung der Instrumente der Europäischen Union und des Europarats im Zusammenhang mit KI verstehen
– die Bedeutung neuer Arten von Straftaten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Missbrauch von Kryptowährungen sowie Straftaten, die über das Internet durch den Missbrauch von Fotos oder Videoaufnahmen begangen werden, verstehen.

Kursvoraussetzungen

Die Leistungsüberprüfung erfolgt in Form einer Präsentation (15–20 Minuten) zu den Themen des Kurses oder einer mündlichen Online-Prüfung.

Auch die Anwesenheit im Kurs muss online bestätigt werden.

Freie Plätze

50

Literatur zum Kurs (Pflichtlektüre oder empfohlene Lektüre):

Obligatorisch:

István Ambrus: Materielles Strafrecht und künstliche Intelligenz. In: Gryszczyńska, Agnieszka (Hrsg.) Rechtliche Aspekte der künstlichen Intelligenz. Verlag des Instituts für Justiz, Warschau 2024.

Thomas C. King et al.: Kriminalität im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz: Eine interdisziplinäre Analyse vorhersehbarer Bedrohungen und Lösungen. Science and Engineering Ethics, 2020.

Weitere (obligatorische oder empfohlene) Materialien werden den Studierenden jede Woche zur Verfügung gestellt.

Geplante pädagogische Aktivitäten und Unterrichtsmethoden:

Der Kurs ist interaktiv gestaltet, sodass die Studierenden während der Vorlesung eine Reihe von Übungen und Fragen erhalten, die sie mit dem Dozenten besprechen sollen. Auch Gruppenarbeit ist möglich.

Sprache

Bewertungsmethode

Präsentation

Abschließende Zertifizierung

Zeugnis

Bewertungsdatum

15. Mai 2025

Modalität

Eingesetztes Lernmanagementsystem

MS Teams

Unterrichtsstunden pro Woche für den Studierenden:

2

Konkrete regelmäßige wöchentliche Unterrichtstage/-zeiten

Zeitzone