Am 16. September richtete die Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) erfolgreich die erste CHARM-EU-Inklusionskonferenz unter dem Titel „Schaffung einer inklusiven Universität – Zugang und Teilhabe an der europäischen Hochschulbildung: Herausforderungen und Förderfaktoren“ aus.
Anlässlich dieser wegweisenden Veranstaltung wandte sich Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, an die Teilnehmer und begrüßte die Bemühungen, Maßnahmen zu erarbeiten, die zu einem inklusiveren Hochschulsektor in Europa und darüber hinaus beitragen sollen. Die Kommissarin gratulierte CHARM-EU zu der neuen Förderung, die im Rahmen der Ausschreibung „Erasmus+ European Universities“ 2022 gewährt wurde, und betonte, dass die Arbeit und die Erfolge der Allianz zur Vision des Europäischen Bildungsraums beitragen, in dem Inklusion eine übergreifende Rolle spielt.
Die eintägige Hybridkonferenz wurde von Imre Hamar, dem Vizerektor für internationale Angelegenheiten der ELTE, eröffnet. Prof. Hamar betonte, dass CHARM-EU „Maßnahmen ergreift, um Inklusion und Vielfalt aus den Strategiepapieren in unseren Hochschulalltag zu übertragen“, indem die Organisationskultur und die Führungsmodelle der Partnerinstitutionen verändert werden. Im Anschluss an seine Rede begrüßten Csaba Prónai, Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften der ELTE, Meritxell Chaves, CHARM-EU-Allianzmanagerin, und Ágnes Sarolta Fazekas, Leiterin der für Inklusion zuständigen Gruppe bei CHARM-EU, die Teilnehmer.
„Inklusion ist für die Entwicklung der europäischen Hochschuleinrichtungen und für die europäische Gesellschaft insgesamt von entscheidender Bedeutung. Daher ist die Förderung von Vielfalt, Inklusion und Gleichstellung der Geschlechter einer der zentralen Schwerpunkte der Strategie.“
Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend
Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie begann die Konferenz mit einer umfassenden Podiumsdiskussion: Vertreter verschiedener institutioneller, organisatorischer und gesellschaftlicher Akteure teilten ihre Vision und ihr Leitbild für die Inklusionsagenda im Hochschulbereich mit und skizzierten Hindernisse und Förderfaktoren für den Zugang und die Teilhabe aller, insbesondere unterrepräsentierter Gruppen oder solcher, die von Ausgrenzung bedroht sind. Neben der Vision und dem Ansatz der Europäischen Kommission und der Vertreter europäischer Hochschulallianzen (CHARM-EU, EUTOPIA und EDUC) wurden auch die Perspektiven von gesellschaftlichen und Jugendorganisationen sowie von Lehrenden und Studierenden einbezogen.
Im Rahmen der zweiten Sitzung boten zwei Podiumsdiskussionen, an denen Studierende und Lehrende teilnahmen, die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen auszutauschen sowie Bereiche für weitere Verbesserungen im Hinblick auf die inklusive Universität der Zukunft zu erörtern und zu skizzieren. Dieser Abschnitt bot zudem eine hervorragende Gelegenheit, die im Rahmen der CHARM-EU-Arbeit gewonnenen Erkenntnisse zusammenzutragen und zu reflektieren sowie die bewährten Verfahren der Partneruniversitäten im Bereich Inklusion und Vielfalt vorzustellen.
Während des Workshops im Rahmen der ersten Nachmittagssitzung arbeiteten die Teilnehmer in kleinen Gruppen und diskutierten die Fragen, wie die inklusive Universität der Zukunft aussehen könnte und wie ihre Verwirklichung unterstützt werden kann. Abschließend stellten die Gruppen ihre Vision sowie konkrete Strategien und Maßnahmen vor, die die Konzeption und Umsetzung inklusiver Maßnahmen unterstützen sollen. Die Konferenzorganisatoren werden die in diesen Sitzungen erarbeiteten Kernpunkte und Erkenntnisse nutzen, um einen Aufruf zum Handeln mit einer Liste konkreter Empfehlungen zu erarbeiten und diesen an Entscheidungsträger auf EU-, nationaler und regionaler Ebene weiterzuleiten.
Die im Rahmen der Konferenz vorgestellten und erstellten Materialien und bewährten Verfahren werden auf die Website der Konferenz.
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